Reisebericht 2006

Die viereinhalbwöchige Reise führte in die ärmsten Regionen Guatemalas.

Ortsansässige Organisationen und Privatpersonen zeigten Eddy Dieckmann die grundsätzlichen Probleme des Landes und die der land- und mittellosen indigenen Bevölkerung.

Die durch Hurrikan Stan im Jahre 2005 verursachte Zerstörung aufgrund von Erdrutschen und Gerölllawinen war erschütternd.

Ganze Dörfer wurden ausgelöscht (Panabaj-Santiago Atitlan). Hier liegen hunderte von Menschen unter Schutthalden begraben.

In vielen Gesprächen mit Farmern und Mitgliedern von Kooperativen, die sämtliche Tiere verloren hatten (Panabaj -Santiago Atitlan) und mit Gemeindevertretern, deren Gemeinden durch den Verlust der Maisernte vom Hunger bedroht waren (Sipaca, San Marcos) sowie mit Familien in über 3.ooo m Höhe, die in zeltähnlichen Unterkünften lebten (Quiche) wurde deutlich, wie groß die Not ist und wie dringend hier Hilfe nötig ist.

Einheimische im Hochland (Alta Verapaz) bauen sich Wasserreservoires ohne technische Hilfsmittel. Jeden Sack Zement und jeden Sack Sand tragen die Menschen über eine zwei Kilometer lange schlammige Strecke (San Pedro Carcha - Coban).

Trotz großer Armut und schwerem Unglück verlieren die Menschen nicht ihren Mut und ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Man trifft viele lächelnde, nette und gastfreundliche Menschen, die einen herzlich willkommen heißen.

Einigen Gemeinden und Kooperativen konnten wir helfen und einigen Menschen gaben wir das Gefühl, nicht vergessen zu sein. Die Arbeit von Nuevo Dia und Hope Guatemala hat erst begonnen. Wir hoffen, der indigenen Bevölkerung in Guatemala mit unserer Hilfe ein Stückchen Hoffnung geben zu können.